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Modeschur|Scandinavian-T-Clip|Puppy-Clip|Scandinavian-Clip|Continental-Clip|Continental-Clip-A 

 

Welches Haarstyling Sie für Ihren Hund auswählen sollten, hängt davon ab, was Sie mit Ihrem Hund vorhaben.

Es gibt durchaus mehrere, zur Ausstellung zugelassene Varianten, die aber so selten gezeigt werden, dass wir sie an dieser Stelle nicht erwähnen werden. Statt dessen wollen wir Ihnen eine genaue Beschreibung und einige Kommentare und Tips zu den am meisten verbreiteten Schurarten anbieten.


Modeschur

Durch seine relativ leichte Pflege (aber nicht so leichtes Grooming) ist sie eine beliebte Schur von vielen Rasseanfängern, die sich einen Familienhund kaufen. Aber auch auf Ausstellungen in Deutschland ist die Modeschur oft zu sehen und wird von einigen Richtern besonders geliebt und bevorzugt. Auch Hunde, die ihre aktive Ausstellungskarriere beendet haben (in anderen Schurarten) , werden in Modeschur umgeschoren. Hier zeigen wir eine Ausstellungsvariante, die für viele gut gebaute Hunde geeignet ist. Es ist eben eine "typische" Pudelfrisur unserer Zeit, die ein "vorbildliches" Image verleiht. Wenn Sie ab und zu in Deutschland ausstellen wollen, ist das sicher genau das Richtige. Bitte beachten Sie: Wenn Sie aber auch in der internationalen Szene verkehren wollen, müssen Sie wissen, dass bei zwei gleichwertigen Hunden meistens der gewinnt, der mehr Haare hat.

Bei der Modeschur gibt es nicht so viele Möglichkeiten, um eventuelle kleine Fehler zu korrigieren. Wenn Sie sich entscheiden, Ihren Hund auf Ausstellungen in Modeschur zu zeigen, muß er wirklich gut gebaut sein, oder Sie suchen sich einen Profigroomer, der "trotz allem" das beste aus Ihrem Hund machen wird. Für alle, die mit ihrem Hund auf der Strasse nicht zu sehr auffallen wollen und nicht zuviel Zeit für die Pflege opfern möchten, ist die Modeschur das Optimale.


Scandinavian T-Clip

Das ist eine Variante der Modeschur für Hunde, die nicht auf Ausstellungen gezeigt werden, oder Hunde, die ihre Karriere schon hinter sich haben. Auch in Deutschland wird diese Variante immer beliebter. Durch die sehr kurzen Haare wird die Pflegezeit maximal verkürzt.

In dieser Schur können Pudel in der Veteranen Klasse ausgestellt werden.


Puppy-Clip

Die erste "richtige" Frisur eines Pudelwelpen, wenn er für die Ausstellung "ausgewählt" wurde. Das Haar wird schon in die richtige Form gebracht, um auf eine "erwachsene" Frisur vorzubereiten. Noch fehlendes Kopf- und Nackenhaar wird dem Rest der Schur angepasst.Der Besitzer kann auch langsam üben, mit dem längeren Haar seines Hundes umzugehen. Insgesamt eine sehr schöne und harmonische Frisur, die sich auch auf Internationalen Schauen sehen lassen kann. Kleine Bemerkung: Obwohl die nächste Frisur ein Scandinavian-Clip wäre, bleiben viele Pudel in Deutschland weiter im Puppy-Clip, auch nach Verlassen des Welpenalters. Es sieht fast genau so gut aus (aber eben nur fast) wie der Skandinavian-Clip, und durch das fehlende Haar im Nacken wird die Pflege erleichtert.

Auch falsche oder nicht ausreichende Pflege lässt die Haare nicht wachsen. Manchmal ist es auch einfach Wunsch des Besitzers, nicht so viel Haar "drauf" zu lassen.


Scandinavian-Clip

Das "fertige" Haarstyling eines Pudel in Ausstellungs-Condition. Gut ausbalancierte Proportionen bei richtiger Ausführung Unterstützung der Haltung, der Bewegung und des gesamten Profils des Pudels. Es gibt ausserdem auch Möglichkeiten, einige kleine "Macken", die fast jeder Hund hat, zu verstecken. Man kann zum Beispiel, (wie auch bei den beiden oberen Frisuren) die Hinterbeinwinklung etwas vorteilhafter rausarbeiten, als es von der Natur gegeben ist. Oder eine nicht ganz optimale Rückenlinie verbessern. Diese kleinen Tricks werden natürlich einen erfahrenen Richter nicht täuschen können, aber das optische Profil deutlich optimieren. Diese Schur, wie auch der Puppy-Clip wird besonders bei den Ausstellern von Toy-, Zwerg-, und Kleinpudeln geliebt und am häufigsten angewandt. Aber natürlich werden auch Standardpudel in dieser Schur gezeigt.


Continental-Clip

In Deutschland, wie auch in der ganzen Welt werden insbesondere Standardpudel in dieser Schur gezeigt. In Amerika ist dies die einzigste Schurart (neben dem Saddle-Clip, der aber ganz selten gezeigt wird), mit welcher Pudel, ab 12 Monaten ausgestellt werden können. Das ist die meist verbreitete Schur bei den Standardpudeln. Durch die teilweise kurz rasierten Hautpartien wird die intensive Pflege dieser relativ grossen Hunde etwas erleichtert. Aber das ist natürlich nicht der Hauptgrund für die Entscheidung zum Continental-Clip. Eleganz und federleichter Gang, bei gleichzeitiger Kraft und Schwung, der hinter diesen schönen Hunden steckt, kommt bei dieser Schur am besten zur Geltung. Obwohl nicht so viel wie beim Puppy-Clip, gibt es auch hier Möglichkeiten zur Verbesserungen des Gesamtbildes.

Die Rücken- und Lendenpartie können optisch etwas verkürzt werden. In der hier abgebildeten Form (mit viel Kopf- und Nackenhaar) werden nicht viele Pudel gezeigt. Meistens ist die etwas haarreduzierte Variante (siehe unten) zu sehen. Die Unterschiede und Gründe dafür sind dieselben wie bei Puppy- und Skandinavien-Clip. Auch einige gut proportionierte und bemuskelte Klein-, Toy-, und Zwergpudel werden in dieser Schur gezeigt, und sie sehen richtig entzückend aus.

Tatsächlich gibt es nur wenige Pudel, die mit solcher Haarpracht zu sehen sind. Besonders bei den Standardpudeln verlangt dieses "Outfit" enormen Zeitaufwand und Fachkenntnisse. Dafür wird man allerdings entschädigt, wenn man solche Bilder, wie hier von "Treson" zu sehen bekommt. Es dauert eine gewisse Zeit, bis Nackenhaare (bei richtiger Pflege) die nötige Länge erreichen.


Continental-Clip-A

Meist gezeigte Variante des Continental-Clip. Weniger Haar im Nackenbereich erleichtern die Pflege und das Styling auf Schauen. Es sieht nicht so vollkommen und balanciert aus wie der obere, aber trotzdem kann er sich sehen lassen. Alle vier Varianten (mit vollem Haar) fordern vom Besitzer oder Handler gewisse Kenntnisse, um die langen Haare des Hundes auf Ausstellungen in die richtige und geforderte Form zu bringen.Bitte beachten Sie: Der Hund, der in Continental-Clip gezeigt werden soll, muß wirklich eine gute Hinterbeinwinklung haben, relativ gesättigtes Pigment und auf Grund des Rutenkupierverbotes, eine möglichst gerade Rutenhaltung (zu mindest keine Rute, die flach auf dem Rücken liegt)haben. Eine steile Hinterhand oder absolut rosafarbene Haut, die auch unter der Sonne nicht dunkler wird, sehen nicht gerade vorteilhaft aus.

In diesen Fällen wird der Puppy-Clip angebrachter sein. Ausserdem, wenn Sie den Continental-Clip für Ihren Ausstellungshund auswählen, müssen Sie bereit sein, sich auf der Strasse von Passanten so einige Kommentare anzuhören. Obwohl diese Schurart (in einigen Variationen) die älteste Pudelschur ist und seit dem 16. Jahrhundert bekannt ist, wird sie von vielen Menschen nicht akzeptiert.

In den letzten Jahren wurde eine reglrechte Kampanie gegen den Continental Clip gestartet. Einige Europaische Länder akzeptieren den Continental Clip so gut wie gar nicht. In der Praxis bedeutet das, auch wenn sie einen noch so super guten Hund an der Leine haben, der anderswo auf auf den Siegertreppen steht, werden sie von einigen Richtern (in einem Land mehr, in anderen weniger) einfach "übersehen". Mit solchen "Heldentaten" erhofft man sich wahrscheinlich die "freiwilliege Aufgabe" dieser bei einigen unbeliebten Schur zu erreichen. Die meisten Aussteller lassen sich durch solche "Hierichtungen" jedoch nicht "unterkriegen" und so bleibt der Continental Clip die beliebteste Schur für Standardpudel in Ausstellungs-Condition!